Zukunft durch Industrie

„Das war ein echter Dialog“ – Diskussionsforum zur Energiewende bringt viele Meinungen zusammen

Düsseldorf, den 12.03.2015 – Am gestrigen Mittwoch fand in der Black Box des Konferenzzentrums „Der Kleine Prinz“ in Duisburg ein Diskussionsforum zum Thema „Wie gelingt die Energiewende?“ statt. 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Region sowie von verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen brachten sich aktiv in die Diskussion ein.

Organisiert wurde die Veranstaltung in Form eines „World Cafés“ von gesellschaftlichen Akteuren wie dem Deutschen Gewerkschaftsbund NRW, der Evangelischen Kirche im Rheinland, dem NABU NRW und der Verbraucherzentrale NRW gemeinsam mit der Gesellschaftsinitiative Zukunft durch Industrie e.V.

Anlass für die Veranstaltung ist das in der Öffentlichkeit diskutierte Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach nachhaltiger Energie, den Kosten der Energiewende sowie den veränderten Anforderungen an die Infrastruktur.

Britta Heyn, Vorstandsmitglied bei Zukunft durch Industrie e.V., erläuterte: „Nordrhein-Westfalen ist nicht nur Industrieland, sondern auch ‚Energieland‘ und kann bei einer erfolgreichen Energiewende eine Schlüsselposition einnehmen. Damit das gelingt, müssen wir gemeinsam die gesellschaftspolitische Herausforderung annehmen und gestalten.“ Weil es nicht mehr ausreicht, sich darüber zu beklagen, was in Sachen Energiewende nicht läuft, haben die Veranstalter im Diskussionsforum den Fokus darauf gelegt, gemeinsam mit den Teilnehmenden nach Lösungen zu suchen, wie die Energiewende gelingen kann.

„Die Energiewende ist eigentlich sehr vielschichtig, wird aber auf Themen wie Energieverbrauch und Stromkosten reduziert“, so Dr. Henning Friege, Vorstandsmitglied von Zukunft durch Industrie e.V. Bei der Komplexität der Energiewende geht es um viel mehr, was auch die engagierte Diskussion der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigte.

Sören Link, Oberbürgermeister der Stadt Duisburg und Schirmherr der Veranstaltung, fand deutliche Worte: „Wir brauchen eine andere Kultur des Miteinanders – vor allem auch wenn es um unangenehme Entscheidungen geht, die zu treffen sind. Der Schwebezustand, in dem wir uns derzeit befinden, tut unserem Land nicht gut.“

Nach drei Impulsvorträgen von Dr. Kurt Demmer (Chefvolkswirt der IKB), Alfred Geißler (Mitglied der Geschäftsführung der Steag GmbH) sowie Udo Sieverding (Abteilungsleiter Energie der Verbraucherzentrale NRW) übernahmen die Teilnehmenden das Wort. Drei Kernfragen wurden in lockerer Atmosphäre und in wechselnden Gruppen diskutiert – die unterschiedlichen Hintergründe der Teilnehmenden brachten viele Aspekte in die Diskussion ein und ermöglichten einige Lösungsansätze, wie z.B. mehr Information über das Thema über verschiedene Kanäle, mehr Bürgerbeteiligung aber weniger Blockade durch Einzelinteressen, sowie mehr Führung und Verlässlichkeit durch politische Vertreter. Britta Heyn sagte in der Zusammenfassung: „Das war ein echter Dialog frei von Polemik. Jeder hier hat sich lösungsorientiert eingebracht.“

Die Veranstaltung soll keine Eintagsfliege sein. Deutlich wurde, dass die Organisationen und Initiativen vor Ort aber auch die Privatpersonen, die aus persönlichem Interesse an dem Thema zum „World Café“ gekommen waren, an der Fortführung des Dialogs interessiert sind. Es sei ein Bedürfnis vorhanden, weiter gemeinsam Ideen zu entwickeln und den Blickwinkel auf die Energiewende zu erweitern, so das Feedback der Teilnehmenden.

Pressekontakt:
Marion Hörsken
Geschäftsführerin
 Zukunft durch Industrie e.V.
Allianz für Industrie & Nachhaltigkeit
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Fax.: (0211) 3557 - 408
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