Zukunft durch Industrie

Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung für Wirtschaft und Gesellschaft

 

Die Digitalisierung zählt auf europäische wie auf Bundes- und Landesebene zu den zentralen Themen. Am Dienstag, 21. Februar 2017 diskutierten Experten aus Unternehmen, Gewerkschaft, Wissenschaft, Kirche und Politik über Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung für Wirtschaft und Gesellschaft. Zu der Veranstaltung mit rund 75 Teilnehmer/-innen in der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer (IHK) hatten EUROPE DIRECT-Informationszentrum der Stadt Duisburg, der Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt (KDA) Duisburg-Niederrhein, die Niederrheinische IHK zu Duisburg und die Gesellschaftsinitiative Zukunft durch Industrie eingeladen.

Den spannenden Impuls zum Thema „Europa 4.0 – was tut die Politik, damit sich Europa für das digitale Zeitalter wappnen kann?“ lieferte Prabhat Agarwal (Generaldirektion Kommunikationsnetze, Inhalte und Technologien, EU-Kommission). Er stellte die digitale Binnenmarktstrategie der EU-Kommission vor, die auf den drei Säulen „Besserer Zugang für Konsumenten/Unternehmen“, „Digitale Netzwerke und Dienste“ und „Antreiben der digitalen Wirtschaft“ beruht.

Die erste Diskussionsrunde lenkte den Blick in die Praxis. Sehr angeregt diskutierten Rolf A. Königs (Vorstandsvorsitzender Zukunft durch Industrie & Geschäftsführer AUNDE Gruppe), Dirk Unsenos (Geschäftsführer ISIS IC GmbH) und Gabi Schilling (Projektleitung „Arbeit 2020 in NRW“, IG Metall NRW) über Industrie 4.0 und sich daraus ergebende neue Anforderungen an Unternehmen und Mitarbeiter. Königs betonte, dass die digitale Transformation keine Revolution sei: „Die Digitalisierung ist eine Evolution, in die ständig investiert werden muss.“ Schilling warf die Frage auf, wie man Dinge entwickeln könne, die bestehende Technologien ergänzen und nicht ersetzen.

In einer zweiten Runde setzten sich Prabhat Agarwal, Professor Dr. Gerhard Bosch (Institut Arbeit und Qualifikation, Universität Duisburg-Essen) und Professor Dr. Traugott Jähnichen (Evangelisch-Theologische Fakultät, Ruhr-Universität Bochum) mit der Frage „Wie lässt sich die digitalisierte Gesellschaft gestalten?“ auseinander. „Selbstbestimmung und Freiheit in der digitalisierten Arbeitswelt nehmen zu, Solidarität vielleicht ab“, stellte Jähnichen fest. Bosch erläuterte, dass trotz Home-Office und digitaler Kommunikation innovative Unternehmen eine Präsenzkultur bräuchten, „weil Innovationen im Team entstehen“. Er resümierte: „Wir müssen neue Technologien nutzen können, aber nicht jeder muss programmieren können."

Im Anschluss wurde die Gelegenheit für Gespräche mit Podiumsgästen und Teilnehmer/-innen beim Get-together rege genutzt.

Pressekontakt:
Meike Schiek
Leiterin der Geschäftsstelle
Zukunft durch Industrie e.V.
Allianz für Industrie & Nachhaltigkeit
Ernst-Schneider-Platz 1
40212 Düsseldorf

Tel.:  (0211) 3557 - 235
Fax.: (0211) 3557 - 408
E-Mail: geschaeftsstelle@zukunft-durch-industrie.de
Web: www.zukunft-durch-industrie.de

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