Zukunft durch Industrie

Digitalisierung und der menschliche Faktor

Am gestrigen Dienstag, 22. November 2016, fand im Maxhaus in der Düsseldorfer Altstadt eine Dialogveranstaltung zum Thema „Digitalisierung und der menschliche Faktor“ statt. Rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren der Einladung von ASG Bildungsforum e.V., IHK Düsseldorf und der Gesellschaftsinitiative Zukunft durch Industrie e.V. gefolgt, um mit Experten aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen über die Auswirkungen der digitalen Transformation auf die Arbeitswelt und den Menschen zu diskutieren.

Zwei spannende Impulsvorträge kamen von Professor Dr. Hartmut Hirsch-Kreinsen (TU Dortmund und FGW NRW) und Simon Schoop (4-advice). Von eindeutigen Entwicklungstrends von Arbeit könne nicht gesprochen werden, erläuterte Hirsch-Kreinsen. „Digitalisierung und Industrie 4.0 sind gestaltbar. Eindeutige Konsequenzen gibt es nicht.“ Schoop zog den Vergleich mit dem digitalen Fortschritt in der Sportwelt und folgerte: „Wie im Sport, so auch im Business ist der Mensch der wichtigste Erfolgsfaktor.“

In einer ersten Runde diskutierten Vorstandsmitglied von Zukunft durch Industrie Udo Bremer (Siemens), Professor Dr. Brigitte Grass (Hochschule Düsseldorf), Professor Dr. Hartmut Hirsch-Kreinsen und Gregor Berghausen (IHK Düsseldorf) sehr angeregt über „Digitalisierung und neue Arbeitswelten“. Vor allem die Bedeutung von frühestmöglicher (digitaler) Bildung und lebenslangem Lernen wurde thematisiert. Die Digitalisierung sei auch eine wahnsinnige Bildungsoffensive, so die Präsidentin der Hochschule Düsseldorf. „Ein lebenslanges Lernen ist erforderlich“, ergänzte Udo Bremer. „Digitalisierung macht uns allen Beine: nicht nur den Unternehmen, auch den Systemen!", resümierte Gregor Berghausen.

In der zweiten Diskussionsrunde „Digitalisierung – Ohne den Faktor Mensch geht es nicht“ diskutierten Dr. Lorenz Gräf (Startplatz), Rolf A. Königs (Zukunft durch Industrie und AUNDE Gruppe), Reinhard Röhrig (IG Metall) sowie Simon Schoop. Sie waren sich einig: Die Mitarbeiter sind der Schlüssel zum Erfolg! Reinhard Röhrig zog Bilanz: „Industrie 4.0 geht nicht auf Knopfdruck.“ „Wir müssen die jungen Leute darauf vorbereiten, wo wir mit der Digitalisierung hin wollen!“, bekräftigte Rolf Königs. Einen weiteren interessanten Aspekt brachte Dr. Lorenz Gräf in die Diskussion, der darauf verwies, dass die demokratischen Regelungssysteme mit der Digitalisierung möglicherweise nicht Schritt halten können. „Wir brauchen acht Jahre, bis unsere Gesetze reagieren – das muss schneller gehen!“, mahnte Gräf.

Pressekontakt:

Meike Schiek
Leiterin der Geschäftsstelle
Zukunft durch Industrie e.V.
Allianz für Industrie & Nachhaltigkeit

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40212 Düsseldorf
Tel.:  (0211) 3557 - 235
Fax.: (0211) 3557 - 408
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Web: www.zukunft-durch-industrie.de

Digitalisierung und der menschliche Faktor

22. November 2016, Maxhaus, Düsseldorf (Fotos: Anne Orthen)

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