Rückblick

Quo vadis (Stahl-) Industrie in Europa Chancen und Risiken eines Standorts im Rahmen der Globalisierung

Interviewveranstaltung mit Dr. Wolfgang Eder, CEO der voestalpine AG

 

Am 6. März 2018 sind rd. 120 Industrievertreter der Einladung von Zukunft durch Industrie und der IHK Düsseldorf in den Wirtschaftsclub Düsseldorf gefolgt, um sich von Dr. Wolfgang Eder, dem Vorstandsvorsitzenden der österreichischen voestalpine AG, aus erster Hand über die Zukunftsaussichten des Stahlstandorts Europa sowie neue technologische Innovationen ins Bild setzen zu lassen.  Thorsten Breitkopf, Wirtschafts- und Lokalredakteur der Rheinischen-Post, führte durch den Abend und interviewte den langjährigsten und erfolgreichsten Stahlmanager Europas zu Themen wie Digitalisierung, CO2-arme Stahlerzeugung mit Hilfe von Wasserstoff oder Elektromobilität. In dem rund einstündigen Gespräch gelang es Dr. Eder immer wieder mit sehr plastischen Beispielen deutlich zu machen, worin bei den spezifischen Schwerpunktfeldern die Chancen und Risiken liegen. So machte er zum Beispiel klar, welche Herausforderungen an die Infrastruktur gestellt würden, wenn ein Großteil des Individualverkehrs mit E-Motoren angetrieben würde. Auf vielbefahrenen Routen wie der Brenner-Autobahn wäre aufgrund der gebirgigen Landschaft und der Vielzahl der Brücken selbst unter Nutzung der schnellsten Ladetechnologien zu wenig Flächen für eine ausreichende Versorgung  mit E-Tankstellen für die große Zahl von PKWs vorhanden. So dauert der reine Ladevorgang aktuell im schnellsten Fall rund 20 Minuten. Das Volltanken eines PKW mit Benzin oder Diesel rund 2 Minuten. Bei gleicher Zahl der tankwilligen PKW müsste sich die Anzahl der elektrischen Ladesäulen ungefähr verzehnfachen. Im Bereich von längeren Bergpässen aktuell nicht denkbar.

Den Auftakt zu dem spannenden Abend machte ein von Thorsten Breitkopf moderiertes Eröffnungspanel zum Industriestandort Düsseldorf. Oberbürgermeister Thomas Geisel und IHK-Hauptgeschäftsführer Gregor Berghausen äußerten sich zu den Zukunftsaussichten der Landeshauptstadt und unterstrichen die hohe Bedeutung der Industrieunternehmen für die wirtschaftliche Entwicklung Düsseldorfs.