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Was tun wir, damit uns die Rohstoffe nicht ausgehen?

Unsere Rohstoffe reichen nicht ewig, besonders die Vorräte seltener Metalle werden knapper, der Aufwand für die Gewinnung mineralischer Ressourcen steigt massiv an. Schürfte man vor hundert Jahren noch nach Kupfererzen mit etwa 5% Metallgehalt, extrahieren wir heute dieses unverzichtbare Metall aus Gesteinen, die nicht mehr als 0,5% davon enthalten. Selbst Sand gehört in manchen Gegenden der Welt zur Mangelware.

Kürzlich hatte unser Unternehmen den Auftrag, das European Resources Forum (ERF) und das Nationale Ressourcen Forum (NRF) 2018 fachlich zu begleiten. Beim ERF trafen wir etwa 400 Experten aus 50 Ländern - eine hervorragende Gelegenheit, in die aktuelle Diskussion einzusteigen: Welche Instrumente stehen uns zur Verfügung, um den dramatischen Rohstoffverbrauch zu bremsen? Wie hängen Klimawandel und Ressourcen miteinander zusammen? Wird die Digitalisierung zum Ressourcenschutz beitragen? Die Forderung nach einer Ressourcensteuer auf europäischer Ebene erhielt viel Beifall - ich bin allerdings davon überzeugt, dass wir vor allem Methoden und Instrumente brauchen, um die Sammlung und Verwertung wertvoller Rohstoffe nach Gebrauch sicher zu stellen. Fragen des internationalen Rohstoffhandels wird man nur auf der globalen Ebene angehen können; da ist das Umweltbundesamt mit seinem Konzept für eine weltweite Ressourcen-Konvention auf dem richtigen Weg. 

Den Industrieunternehmen kommt bei der notwendigen Transformation zu einer Gesellschaft, die mit endlichen Ressourcen sparsam umgeht, eine Schlüsselrolle zu. Unternehmen aus Deutschland und Osteuropa – u.a. der Feuerverzinker ZinQ aus NRW - zeigten bei den beiden Tagungen, wie sie als erfolgreiche Pioniere fungieren, indem sie bei Investitionen, Produktdesign, Produktion und Vertrieb die Ressourcen, durchaus auch im eigenen Interesse, im Blick behalten. Ein ermutigender Lichtblick.